BEHANDLUNGSSPEKTRUM | ERWACHSENE | NEUROLOGIE

Diverse neurologische Diagnosen können sprachtherapeutische Therapie nötig machen: ein Schlaganfall, degenerative Erkrankungen (fortschreitende Erkrankungen, bei denen Nervenzellen abgebaut werden: u.a. die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose (MS), Chorea Huntington, Morbus Parkinson, Myasthenia Gravis). Auch bei Schädel- Hirn- Traumata, Operationen im Kopf-/ Halsbereich, entzündlichen Prozesse im Gehirn, Cerebralparesen, Erkrankungen/ Verletzungen des Rückenmarks sowie Komplikationen im Verlauf intensivpflichtiger Maßnahmen können Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens auftreten:

Aphasie

Eine Aphasie ist eine erworbene zentrale Sprachstörung, die durch Schädigung des Gehirns, z.B. einen Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma o.ä. hervorgerufen wird. Dabei sind das Sprechen, das Schreiben sowie das Verstehen und Lesen in unterschiedlicher Ausprägung betroffen. Ziel der Therapie ist die Ermöglichung einer bestmöglichen sprachlichen Kommunikation. Sollte eine verbale Kommunikation nicht mehr möglich sein, steht die Erarbeitung von nonverbalen Ersatzstrategien (Kommunikationstafel, computergestützte Kommunikation), Einsatz von Mimik/ Gestik im Vordergrund.

Ein aktueller Artikel der ZEIT beschreibt eindrucksvoll was es bedeutet, noch einmal sprechen lernen zu müssen:
www.zeit.de/2016/11/aphasie-schlaganfall-sprechen-training

Dysarthrie/ Dysarthrophonie/ Sprechapraxie

Dysarthrie/ Dysarthrophonie und Sprechapraxie sind erworbene neurogene Sprechstörungen, die durch eine Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems verursacht werden. Beeinträchtigt sein können dabei in unterschiedlichem Ausmaß Planung (Sprechapraxie) und Ausführung (Dysarthrie/ Dysarthrophonie) der Sprechmotorik sowie Sprechmelodie, Sprechrhythmus, Stimme und Atmung. Das wichtigste Therapieziel ist eine Verbesserung der Sprechverständlichkeit.

Wichtig in der Therapie sind ein möglichst früher Therapiebeginn zur Vermeidung von ineffizienten Sprechmustern, die optimale Nutzung der verbliebenen sprechmotorischen Fähigkeiten, die Verbesserung der Selbstwahrnehmung des Patienten, bzw. die Entwicklung von Störungsbewusstsein für die Sprechstörung sowie das Erlernen einer kontrollierten, bewussten Sprechweise mit dem Ziel der bestmöglichen Verständlichkeit. Ziel der Therapie bei Sprechapraxie ist das Erarbeiten von korrekten Lautbewegungsmustern mit einer störungsfreien prosodisch und artikulatorisch unauffälligen Sprechweise.

Dysphagie

Eine Dysphagie bezeichnet eine Schluckstörung die bei einer akuten Erkrankung eine sichere Nahrungsaufnahme gefährden kann. Es kann darunter zu einer Mangelernährung kommen, welche eine Minderung der Lebensqualität bedeutet und auch einem gewünschten Genesungsprozess entgegensteht. Gefährlich wird es, wenn es zum Verschlucken von Nahrung kommt und die Atemwege behindert werden. Die Einschätzung des tatsächlichen Aspirationsrisikos, also des Eintretens von Nahrung in die Luftröhre, lässt eine effizientere Therapie mit rascherem Therapierfolg zu. Bei Verdacht sollte in jedem Fall ärztlicher Rat eingeholt werden. Wir bieten die Diagnostik und Therapie von funktionellen, organischen und neurologischen Schluckstörungen an. Nach einer ausführlichen Diagnostik erarbeiten wir zielgerichtete Übungen, die den Betroffenen und Angehörigen helfen, den Alltag mit einer Dysphagie bewältigen zu können. Das Ziel der logopädischen Schlucktherapie ist eine sichere Nahrungsaufnahme, die eine Teilhabe am Alltag ermöglicht.

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